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Pressemitteilung

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KMU im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung ganz vorne

 

 

VEVEY, 30. Novembrer 2009 - IPT Integration für alle hat das vierte Jahr in Folge eine Studie über die Integration gesundheitlich beeinträchtigter Menschen in Unternehmen durchgeführt. Die Studie richtete sich an Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden, vor allem in der Deutschschweiz, und ergänzt die Studie 2008, die bei 1'700 mehrheitlich aus der Romandie stammenden Unternehmen durchgeführt wurde. Die Datengrundlage besteht aus 1’958 Unternehmen, die mehr als 123'000 Mitarbeitende beschäftigen. Die Auswertung wurde in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Observatoire Universitaire de l'Emploi in Genf erstellt und zeigte eine minimale Integrationsquote* von 2,9%. Somit beschäftigen die befragten Unternehmen 3'555 gesundheitlich beeinträchtigte Menschen.

 

In der Romandie und in der Deutschschweiz ist die minimale Integrationsquote identisch, 3% bzw. 3,1%, im Tessin liegt sie dagegen darunter (1,8%). Mit einer Integrationsquote von mehr als 6% stehen die Deutschschweizer Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden an der Spitze, während Unternehmen in der französischsprachigen Schweiz bei gleicher Grösse 3,4% und diejenigen im Tessin 2,3% aufweisen.

 

Obwohl 47% der gesundheitlich beeinträchtigten Personen bei Grossunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden angestellt sind, weisen diese Unternehmen die tiefste Integrationsquote auf (2,6%).

 

Der Sektor "Öffentliche Verwaltung, Bildungswesen und Gesundheits- und Sozialwesen" vereint 40% der gesundheitlich beeinträchtigten Mitarbeitenden auf sich und weist die höchste Integrationsquote (4,5%) auf. Die verarbeitende Industrie beschäftigt mehr als 900 Personen mit einer Behinderung und erreicht somit eine Integrationsquote von 3,1%.

 

Die Studie enthielt auch Managementkriterien und zeigte dadurch, dass 42% der Unternehmen die Thematik in ihrer internen Kommunikation ansprechen. Bei Grossunternehmen steigt dieser Prozentsatz auf zwei Drittel, bei den Mikrounternehmen (weniger als 10 Mitarbeitende) gibt ein Drittel an, diese Frage zu thematisieren. Dieser Aspekt ist umso relevanter, da die Integrationsquote in denjenigen Unternehmen höher ist, in denen diese Thematik aufgegriffen wird.

 

Ein Viertel der Unternehmen haben eine Bezugsperson beauftragt, die Integration zu erleichtern und 16% haben Ziele in diesem Sinne formuliert. Genau wie die interne Kommunikation wirken sich diese Faktoren günstig auf die Integration aus. Unternehmen, die solche Strategien verfolgen, beschäftigen im Allgemeinen mehr gesundheitlich beeinträchtigte Personen.

 

Jedes fünfte Unternehmen gibt ebenfalls an, in den der Studie vorangegangenen 24 Monaten eine oder mehrere gesundheitlich beeinträchtigte Personen angestellt zu haben, 9% haben positive Diskriminierung betrieben.

 

 

Bei Veröffentlichung bitte Quelle angeben, IPT Integration für alle in Zusammenarbeit mit dem Observatoire Universitaire de l'Emploi Pierre Kempeneers.



* Wir sprechen von einer minimalen Integrationsquote, da gewisse befragte Unternehmen einige Fragen zu der Anzahl gesundheitlich beeinträchtigter Menschen im Unternehmen nicht beantworten konnten.


 Dokumente zum Download  
Benchmarking 2009 - Pressemitteilung  (44 KB)
Benchmarking 2009 - Resultate  (0.1 MB)